Unternehmensnachfolge in der Praxis

Die Unternehmensnachfolge stellt für jeden Unternehmer eine der zentralsten strategischen Aufgaben überhaupt dar. Eine aktuelle Studie der Credit Suisse zeigt, dass jeder 5. KMU-Betrieb innerhalb der nächsten 5 Jahre eine Unternehmensnachfolge plant. Hochgerechnet auf die Gesamtwirtschaft ergibt dies rund 70 000 KMU-Betriebe, die vor einem Generationenwechsel stehen.

Im Durchschnitt sind rund 50 Prozent der Inhaber und Geschäftsführer zwischen 50 und 65 Jahren alt. In der Mobilitätsbranche ist dieser Wert sogar noch höher. Daher ist diese Branche noch viel stärker mit dem Nachfolgeproblem konfrontiert. Zudem wird die Nachfolgegeneration tendenziell weniger schnell wachsen, so dass mittelfristig eine Lücke entstehen wird. In letzter Konsequenz bedeutet dies, dass etliche Betriebe vor dem Aus stehen. Ferner nimmt der Anteil an familieninternen Nachfolgelösungen im Gegensatz zu früheren Jahren tendenziell eher ab, was vermehrt zu externen Lösungen oder Geschäftsaufgaben führt.

Unternehmensnachfolge – Erfolg oder Misserfolg
Wieso lassen sich einige Unternehmungen gut und rasch verkaufen und bei anderen dauert es sehr lange oder ein Verkauf ist gar unmöglich? Diese Frage lässt sich nicht leicht beantworten. Oder vielleicht doch? Die Beachtung einiger zentralen Punkte kann eine geplante Unternehmenstransaktion deutlich erleichtern.

Erfolgsfaktoren

  • Frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema (Definition Beteiligte, Ziele, Leitplanken sowie Zeitplan)
  • Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren (Kapitalstruktur, Optimierung Erfolgspotenzial, zeitnahe Infrastruktur, Rechtsform, etc.)
  • Prüfung der Vor- und Nachteile von verschiedenen Nachfolgeoptionen
  • Berücksichtigung von steuerrechtlichen, erbrechtlichen und finanziellen Aspekten
  • Planung der Veränderungen im privaten Umfeld (zukünftige Freizeitgestaltung)
  • Einstellung auf einen möglicherweise längeren Prozess für die Nachfolgelösung (Käufersuche, Verkaufsverhandlungen, Planänderungen etc.)

Stolpersteine

  • Unrealistische Preisvorstellungen. Schauen Sie das Geschäft auch aus der Sicht des Käufers an. Wunschdenken und das Einrechnen von ungenutztem Gewinnpotential sind einer realistischen Wertermittlung nicht förderlich.
  • Das Geschäftsmodell oder die Infrastruktur wurden nicht den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Der Betrieb hat seine Zukunft «verschlafen» respektive der Unternehmer lebt nur noch von der Substanz.
  • Die Gesellschaft ist wegen hoher Substanz nur schwer verkäuflich (Gewinne wurden in der Vergangenheit aus steuerrechtlichen Überlegungen weder als Lohn noch als Dividenden bezogen, sondern in der Unternehmung belassen). Umgangssprachlich werden solche Gesellschaften als «fette Sau» bezeichnet. Eine späte Planung zum Abbau der Substanz führt in der Regel zu einer höheren Steuerbelastung.

Was kann die FIGAS für Sie tun?
Seit Jahren begleiten wir Unternehmer aus dem Autogewerbe bei der Nachfolgeregelung. Unsere Spezialisten unterstützen Sie u.a. bei folgenden Tätigkeiten:

  • Situationsanalyse und Aufzeigen von Möglichkeiten beim anstehenden Nachfolgeprozess
  • Ermittlung des Unternehmungswertes inklusive Bewertung der Betriebsliegenschaft und der Betriebseinrichtungen
  • Erarbeiten von Lösungsvarianten unter Berücksichtigung von steuerrechtlichen, erbrechtlichen und finanziellen Aspekten (aus der Sicht der Unternehmung und des Unternehmers)
  • Unterstützung bei Verhandlungen mit Kapitalgebern
  • Unterstützung bei der Ausarbeitung von Kaufverträgen und Nachfolgevereinbarungen
  • Käufersuche über unsere Kontakte innerhalb der Branche, über unsere Rubrik «Unternehmungsvermittlung» auf unserer Homepage www.figas.ch und weiteren Suchaktivitäten

Wir sind für Sie da!
Haben Sie Fragen? Zögern Sie nicht, nehmen Sie noch heute Kontakt auf mit unserem Herrn Andreas Kohli, Leiter Treuhand (Tel. +41 31 980 40 76, E-Mail). Sein Spezialistenteam ist bereit und unterstützt Sie gerne bei einer erfolgreichen Nachfolgeregelung.

Bericht als PDF-Datei

Text: André Frey, FIGAS
Magazin: AutoInside